Heizpilz-Verbot: Wo gelten Einschränkungen?
Sind Heizpilze verboten? Nein – ein bundesweites Heizpilz-Verbot für Gas-Heizstrahler gibt es nicht. Einzelne Städte schränken Heizpilze aber über ihre Sondernutzungssatzung ein – meist auf öffentlichem Grund und in der Außengastronomie. Auf der eigenen Terrasse, im Garten oder auf dem Balkon sind sie in der Regel erlaubt. Hier ist der Überblick für Deutschland und Österreich (Stand: Oktober 2026) – plus die elektrische Alternative ohne Abgase am Aufstellort.
Kommunal geregelt – nicht bundesweit
In Deutschland entscheiden die Städte selbst, ob Heizpilze in der Außengastronomie auf öffentlichem Grund erlaubt oder verboten sind. Die folgenden Regeln haben wir in Satzungen und Mitteilungen der Städte nachgeprüft (Stand: Oktober 2026). Wichtig: Manche Städte belassen es bei einem Verbot von gasbetriebenen Heizpilzen, andere untersagen jede Art von Heizgerät – auch elektrische.
München
Auf Freischankflächen gilt: „Die Verwendung von Heizstrahlern ist nicht gestattet.“ – egal ob mit Gas oder Strom betrieben. Grundlage: Sondernutzungsrichtlinien vom 15.10.2024. Quelle
Berlin
Die Regeln legen die Bezirke fest. In Mitte sind „Heizpilze und Wärmequellen in jeglicher Form“ untersagt, also auch elektrische. Grundlage: Festlegungen des Bezirksamts Mitte zu Sondernutzungen. Quelle
Nürnberg
Bei Tischen und Stühlen vor Lokalen ist „die Verwendung von Heizpilzen und anderen Heizungen“ untersagt – das schließt elektrische Strahler ein. Grundlage: Behördenwegweiser der Stadt. Quelle
Hamburg
Seit Mai 2021 gilt in der Außengastronomie auf öffentlichem Grund ein „hamburgweites Verbot von Heizpilzen“. Grundlage: Senatsbeschluss vom 06.10.2020. Quelle
Köln
„Gasheizpilze und Gasheizstrahler aller Art sind grundsätzlich nicht zugelassen“; Infrarot-Strahler sind möglich, wenn eine Stromquelle vorhanden ist. Gilt seit 2025 für neue Flächen, für bestehende schrittweise ab Oktober 2026. Quelle
Hannover
Das Aufstellen und der Betrieb von gasbetriebenen Heizungsanlagen wie Heizpilzen ist auf öffentlichen Flächen untersagt. Grundlage: Sondernutzungssatzung, zuletzt geändert am 19.03.2026. Quelle
Wichtig: Die Regelungen sind kommunal und ändern sich laufend; die befristete Lockerung der Corona-Zeit, etwa in Hamburg bis Anfang Mai 2021, ist ausgelaufen. Maßgeblich ist immer die aktuelle Sondernutzungssatzung Ihrer Stadt. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung – fragen Sie im Zweifel bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach.
Terrassenheizer – mit Gas oder Infrarot
Die erste Frage ist immer dieselbe: Gibt es Strom auf der Terrasse? Danach richtet sich alles Weitere.
Muztag Malaga – Gas, 7,3 kW
- 140 cm hoch, freistehend
- kein Stromanschluss nötig
- Lava-Steine inklusive
Heizband Pro 1000 – Infrarot
- 1.000 W, bis 10 m²
- Wand- oder Deckenmontage
- WLAN und Fernbedienung
Heizband Pro 2400 – Infrarot
- 2.400 W, bis 25 m²
- 165 cm breit
- WLAN und Fernbedienung
Länder- & Gemeindesache
Auch in Österreich gibt es kein einheitliches Bundesverbot. Vorgaben zu Heizstrahlern im öffentlichen Raum werden auf Landes- bzw. Gemeindeebene geregelt und unterscheiden sich je nach Stadt.
Öffentlicher Grund / Gastgarten
- Einzelne Städte beschränken Gas-Heizstrahler im öffentlichen Raum
- Genehmigungen für den Gastgarten sind an Auflagen geknüpft
- Vorgaben je nach Bundesland und Gemeinde unterschiedlich
Privatbereich
- Eigene Terrasse, Balkon oder Garten in der Regel erlaubt
- Brandschutz und Sicherheitsabstände beachten
- Bei Miete zusätzlich Haus- und Mietordnung prüfen
Wen betrifft das Verbot?
Gewerbe / öffentlicher Grund
- Außengastronomie auf öffentlichem Grund (Gehweg, Platz)
- Geregelt über die Sondernutzungserlaubnis der Stadt
- Verstöße können die Nutzungserlaubnis kosten
Privat (Terrasse, Balkon, Garten)
- Auf eigenem Grund in der Regel weiterhin erlaubt
- Hausordnung, Mietvertrag und Brandschutz beachten
- Infrarot ist auch hier eine Wahl ohne Verbrennungsgase am Aufstellort
Infrarot-Heizstrahler – ohne Abgase & offene Flamme
Wo Gas-Heizpilze eingeschränkt sind, ist der elektrische Infrarot-Heizstrahler eine Alternative: Er erzeugt am Aufstellort keine Abgase und hat keine offene Flamme. Verbote, die sich nur auf Gas-Heizpilze beziehen – etwa in Köln oder Hannover –, betreffen ihn nicht; in München, Nürnberg oder Berlin-Mitte sind auf öffentlichem Grund aber auch elektrische Heizstrahler untersagt. Er heizt gezielt Personen statt Luft – ideal für Gastronomie, Hotellerie und privat.
- Keine Abgase am Aufstellort, kein offenes Feuer
- Nicht von reinen Gas-Heizpilz-Verboten erfasst
- Wärme direkt nach dem Einschalten, je nach Modell per Fernbedienung oder App steuerbar
Häufige Fragen zum Heizpilz-Verbot
Sind Gas-Heizstrahler (Heizpilze) in Deutschland verboten?
Es gibt kein bundesweites Verbot. Einschränkungen gelten kommunal – vor allem für die Außengastronomie auf öffentlichem Grund. Mehrere Städte untersagen oder beschränken Gas-Heizpilze über ihre Sondernutzungssatzung. Auf privatem Grund wie eigener Terrasse, Balkon oder Garten sind sie meist erlaubt.
In welchen Städten gelten Einschränkungen für Heizpilze?
Belegt sind unter anderem München, Nürnberg und Berlin-Mitte (dort auch für elektrische Heizstrahler), Hamburg (Heizpilze) sowie Köln und Hannover (nur Gas). Stand: Oktober 2026 – maßgeblich ist immer die aktuelle Sondernutzungssatzung Ihrer Stadt.
Gilt das Verbot auch für Privatgärten und Balkone?
In der Regel nein. Die kommunalen Verbote betreffen meist öffentlichen Grund und die gewerbliche Außengastronomie. Im privaten Bereich ist der Betrieb meist zulässig; beachten Sie Hausordnung, Mietvertrag und Brandschutz.
Sind Gas-Heizstrahler in Österreich verboten?
In Österreich ist das Thema Landes- bzw. Gemeindesache. Einzelne Städte schränken Heizstrahler im öffentlichen Raum ein. Prüfen Sie die Vorgaben Ihrer Gemeinde bzw. Ihres Bundeslandes.
Warum werden Gasheizstrahler und Heizpilze verboten?
Hauptgrund ist der Klimaschutz: Gas-Heizpilze verbrennen Flüssiggas und stoßen CO2 aus – rechnerisch rund 3 kg CO2 pro Kilogramm Gas, bei 521 g Verbrauch pro Stunde also gut 1,5 kg CO2 pro Stunde. Viele Kommunen wollen den Energieverbrauch im öffentlichen Raum senken.
Welche Alternative ist erlaubt?
Elektrische Infrarot-Heizstrahler erzeugen am Aufstellort keine Abgase und sind von Verboten, die nur Gas-Heizpilze betreffen, nicht erfasst. München, Nürnberg und Berlin-Mitte untersagen allerdings auch elektrische Heizstrahler auf öffentlichem Grund, in Köln sind Infrarot-Strahler dagegen möglich – maßgeblich ist die Sondernutzungssatzung Ihrer Stadt. Infrarot-Strahler heizen gezielt und ohne offene Flamme – mehr dazu im Vergleich Infrarot vs. Heizpilz.
Darf die Außengastronomie überhaupt noch heizen?
Ja, aber nicht überall: Wo nur Gas-Heizpilze verboten sind, etwa in Köln oder Hannover, sind elektrische Infrarot-Strahler ohne Abgase am Aufstellort eine mögliche Alternative. In München, Nürnberg oder Berlin-Mitte sind auf öffentlichem Grund dagegen auch elektrische Heizstrahler untersagt – maßgeblich ist die Sondernutzungserlaubnis der jeweiligen Stadt. Mehr unter Heizstrahler für die Gastronomie.
Darf ich einen Heizpilz auf dem Balkon, im Pavillon oder in Innenräumen nutzen?
Auf dem Balkon ist ein Gas-Heizpilz in der Regel erlaubt, sofern Hausordnung, Mietvertrag oder Eigentümergemeinschaft nichts anderes regeln und Abstände zu brennbaren Materialien eingehalten werden. Gas-Heizstrahler sind für gut belüftete Außenbereiche gebaut: In geschlossenen Räumen, Wintergärten, geschlossenen Pavillons oder Raucherräumen dürfen sie nicht betrieben werden, weil Kohlenmonoxid entstehen und Sauerstoff verbraucht werden kann. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers.
Gasheizstrahler-Verbot – kurz zusammengefasst
Ein generelles, bundesweites Heizpilz-Verbot gibt es weder in Deutschland noch in Österreich. Entscheidend ist die kommunale Ebene: Viele Städte beschränken Gas-Heizstrahler auf öffentlichem Grund und in der Außengastronomie über ihre Sondernutzungssatzung, vor allem aus Klimaschutzgründen. Im Privatbereich bleibt der Betrieb meist erlaubt.
- Deutschland: kommunal geregelt, z. B. München, Hamburg, Nürnberg, Berlin-Mitte, Köln und Hannover (Stand Oktober 2026).
- Österreich: Länder- und Gemeindesache, je nach Stadt unterschiedlich.
- Privat: auf eigenem Grund meist zulässig (Brandschutz beachten).
- Alternative: elektrische Infrarot-Heizstrahler erzeugen am Aufstellort keine Abgase; ob sie auf öffentlichem Grund erlaubt sind, regelt die jeweilige Stadt.
Ist das Verbot bundesweit?
Nein. Es gibt kein Bundesgesetz, das Gas-Heizstrahler generell verbietet – die Regelungen liegen bei den Städten und Gemeinden.
Welche Alternative gibt es?
Ein elektrischer Infrarot-Heizstrahler erzeugt am Aufstellort keine Abgase und hat keine offene Flamme. Ob er auf öffentlichem Grund aufgestellt werden darf, regelt auch hier die Sondernutzungssatzung der Stadt; im Privatbereich ist der Betrieb in der Regel möglich.
Warum schränken Städte Heizpilze in der Gastronomie ein?
Gasbetriebene Heizpilze verbrennen Propan oder Butan und heizen im Freien einen großen Teil der Wärme ungenutzt in die Umgebung. Viele Kommunen begründen Einschränkungen deshalb mit dem CO₂-Ausstoß und dem Energieverbrauch im öffentlichen Raum. In der Corona-Zeit haben einige Städte die Regeln für die Außengastronomie zeitweise gelockert; diese Ausnahmen waren befristet, in Hamburg etwa bis Anfang Mai 2021.
Heizpilze verboten oder erlaubt? Das gilt für Gastronomen
Für Bars und Restaurants entscheidet der Ort: Steht der Außenbereich auf öffentlichem Grund, braucht der Gastronom eine Sondernutzungserlaubnis – und die kann den Einsatz von Heizpilzen ausschließen. In vielen Städten wird das Verbot von Heizpilzen vom Bezirk oder vom Ordnungsamt umgesetzt, teils auch per Ratsbeschluss. Liegt der Außenbereich auf privatem Grund des Gastgewerbes, greifen solche Satzungen meist nicht; Brandschutz und Arbeitsschutz gelten trotzdem. Im Gastgewerbe wollen viele Gastronomen Gäste auch bei kühleren Temperaturen in ihren Außenbereichen bewirten: Sie sollen lange draußen sitzen können und es auch spätabends draußen aushalten. Wer im Herbst und Winter Heizpilze und Co. vor der Gaststätte aufstellen möchte, fragt am besten schon vor dem kommenden Winter bei der Kommune nach, ob gasbetriebene oder elektrische Heizstrahler erlaubt sind.
Elektro-Heizpilze und Infrarotstrahler: Was gilt?
Elektrische Heizstrahler fallen nicht unter Verbote, die sich nur auf gasbetriebene Heizpilze beziehen. Anders als ein Heizlüfter erwärmen Infrarotstrahler Personen und Flächen direkt statt der kühlen Außenluft und bringen die Wärme dorthin, wo sie gebraucht wird. Die Heation-Heizband-Pro-Modelle im Sortiment haben zum Beispiel eine Heizleistung von 1.000 bis 2.400 Watt. In München, Nürnberg und Berlin-Mitte gilt das Verbot im öffentlichen Raum aber auch für elektrische Heizstrahler. Für eine überdachte Terrasse oder unter einer Markise lassen sich hängende Infrarotstrahler mit Abstand nach Herstellerangabe montieren; ein Windschutz hält die Wärme zusätzlich im Außenbereich.
CO2-Ausstoß und Energiekosten: Heizpilz und Infrarot im Vergleich
Mit Gas betriebene Heizpilze verbrauchen Propan oder Butan. Bei gasbetriebenen Heizpilzen entstehen rechnerisch pro Kilogramm Flüssiggas rund 3 kg CO2 – beim Muztag mit maximal 521 g Gasverbrauch pro Stunde (laut Datenblatt) sind das bei voller Leistung gut 1,5 kg CO2 pro Stunde. Weil die erwärmte Luft im Freien schnell aufsteigt und abzieht, gelten Gas-Heizpilze als ineffizient und klimaschädlich; aus Gründen des Klimaschutzes kündigte der Hamburger Senat 2020 an, dass „klimaschädliche Heizgeräte im Außenbereich“ nicht mehr zugelassen werden.
Ein elektrisch betriebener Infrarotstrahler stößt am Aufstellort kein CO2 aus. Per Infrarotstrahlung erwärmt er direkt Personen und Flächen, auch wenn die Luft kühl ist. Auf der überdachten Terrasse wird es so schnell behaglich: angenehme Wärme ohne Flamme. Seine Umweltbilanz hängt von der Stromerzeugung ab und fällt mit Ökostrom entsprechend günstiger aus. Bei Energieeffizienz und Energiekosten zählen Leistung, Laufzeit und Ihr Gas- bzw. Strompreis: Ein Heizband Pro 2400 verbraucht auf voller Stufe 2,4 kWh pro Stunde. Wer von Gas-Heizpilzen auf einen elektrischen Heizstrahler umsteigt, sollte allerdings prüfen, ob die Stadt auch elektrische Terrassenstrahler auf öffentlichem Grund untersagt.
Heizpilz privat: Terrasse, Garten und Balkon
Als Privatperson dürfen Sie auf eigenem Grund in der Regel Heizpilze aufstellen und damit Terrasse oder Garten beheizen – das Verbot von Heizpilzen in vielen Städten richtet sich an die Außengastronomie auf öffentlichem Grund. Wer einen Gas-Heizpilz privat betreibt, ist von den kommunalen Verboten meist nicht betroffen. Für den Betrieb auf der Terrasse gilt: Achten Sie auf einen standsicheren Aufbau, Abstand zu Markise, Sonnenschirm und Pflanzen sowie eine gut belüftete Umgebung. Auf dem Balkon kommen Hausordnung und Mietvertrag hinzu – manche Vermieter untersagen Gasflaschen auf dem Balkon. Eine Auswahl an Gas-Terrassenheizern finden Sie in der Kategorie Heizpilze, elektrische Modelle unter Infrarot-Heizstrahler.
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